Kündigung wegen Diebstahls einer wirtschaftlich geringwertigen Sache

Kündigung wegen Diebstahls einer wirtschaftlich geringwertigen Sache - Kinderreisebett

Die weisungswidrige Aneignung auch einer wirtschaftlich geringwertigen Sache im Betrieb durch einen Arbeitnehmer ist - je nach Lage des Einzelfalls - grundsätzlich geeignet, einen Kündigungsgrund "an sich" für eine außerordentliche Kündigung darzustellen.

Gerade bei der weisungswidrigen Aneignung wirtschaftlich geringwertiger oder wertloser Sachen durch einen Arbeitnehmer ist im Rahmen einer abschließenden Interessenabwägung bei Würdigung aller Umstände des Einzelfalls zu prüfen, ob das Beendigungsinteresse des Arbeitgebers gegenüber dem Bestandsschutzinteresse des Arbeitnehmers ein überwiegendes Gewicht hat.
Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg 13 Sa 59/09

Veröffentlicht am: 04.01.2011 | Kategorie: Gerichtsurteile Arbeitsrecht

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