Ihr Anwalt in München

JUSEK Rechtsanwälte

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Tätigkeitsbereiche

Anwaltsgebühren München

Die Tätigkeiten unserer Rechtsanwälte werden nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) abgerechnet und hier nach dem jeweiligen Gegenstandswert der Angelegenheit, soweit nicht besondere Rahmengebühren nach dem RVG dafür vorgeschrieben sind oder spezielle Vergütungsvereinbarungen im Einzelfall getroffen wurden.

Allgemein gilt: Der Verlierer zahlt!

Ansonsten besteht in Deutschland für die Anwaltstätigkeit eine feste Gebührenordnung (RVG, Rechtsanwaltsvergütungsgesetz). Daher kann ein grober Rahmen angegeben werden, welche Kosten Ihnen entstehen, wenn Sie einen Prozess verlieren sollten. Die einzige wirklich unbekannte Kostengröße sind die schwer abzuschätzenden Sachverständigenkosten (soweit solche notwendig werden).

Von ganz außerordentlich wenigen Ausnahmen abgesehen (Hauptausnahme Arbeitsgericht I. Instanz), hat in Deutschland immer der, der den Rechtsstreit verliert, auch die Kosten des Gegners (Gerichtskosten, Rechtsanwaltskosten und Sachverständigenkosten) zu zahlen.

Gebühren richten sich nach Streitwert / Gegenstandswert

In Deutschland spielt es in der Regel für die Gebühren in Zivilsachen keine Rolle, ob der Anwalt viel oder wenig gearbeitet hat oder in der jeweiligen Sache einen oder z. B. zehn Gerichtstermine wahrgenommen hat (Ausnahme Fahrtkosten + Spesen). In Deutschland richten sich die Gebühren in der Regel allein nach dem Streitwert.

a) Streitwert: 1.500,00 Euro

Angenommen die Parteien streiten um Baumängel. Die behaupteten Mängelbeseitigungskosten werden vom Kläger mit 1.500 Euro angegeben

Die Prozesskosten der Partei, die den Prozess verliert, belaufen sich, wenn Zeugen vernommen wurden und ein Urteil verkündet wurde:

  • für den eigenen Anwalt auf ca. 320,00 Euro
  • für den gegnerischen Anwalt auf ca. 320,00 Euro
  • Gerichtskosten auf ca. 60,00 Euro
  • Gesamt: ca. 700,00 Euro

b) Streitwert: 7.500,00 Euro

Wenn der gleiche Prozess stattfindet, die Baumängel aber 7.500,00 Euro betragen sollen, entstehen der Partei, die den Rechtsstreit verliert, folgende Kosten:

  • für den eigenen Anwalt auf ca. 1.250,00 Euro
  • für den gegnerischen Anwalt auf ca. 1.250,00 Euro
  • Gerichtskosten auf ca. 500,00 Euro
  • Gesamt: ca. 3.000,00 Euro

c) Streitwert: 50.000,00 Euro

Belaufen sich die Baumängel auf 50.000,00 Euro, so sieht die Kostenaufstellung wie folgt aus:

  • für den eigenen Anwalt auf ca. 3.000,00 Euro
  • für den gegnerischen Anwalt auf ca. 3.000,00 Euro
  • Gerichtskosten auf ca. 1.300,00 Euro
  • Gesamt: ca. 7.300,00 Euro

d) Streitwert: 500.000,00 Euro

Wenn nun um 500.000,00 Euro gestritten wird, verteilen sich die Kosten so:

  • für den eigenen Anwalt auf ca. 9.000,00 Euro
  • für den gegnerischen Anwalt auf ca. 9.000,00 Euro
  • Gerichtskosten auf ca. 9.000,00 Euro
  • Gesamt: ca. 27.000,00 Euro

Besonderheiten:

  1. Stark kostenerhöhend können sich die Sachverständigenkosten auswirken, die oben nicht berücksichtigt sind.
  2. Wenn Sie gewinnen, muss der Gegner neben seinen Rechtsanwaltskosten auch Ihre Rechtsanwaltskosten und die Gerichts- und Sachverständigenkosten tragen. Das gilt aber nur dann, wenn der Gegner aufgrund des Urteils zahlt oder die Vollstreckung erfolgreich ist. Ist der Gegner nämlich vermögenslos, müssen Sie Ihren eigenen Anwalt selbst bezahlen (und je nach Fallkonstellation die Gerichtskosten)
  3. Wenn sich die Parteien vor Gericht vergleichen, erhöhen sich die oben angefallenen Anwaltskosten noch um ca. 1/3. Diese Einigungssgebühr hat der Gesetzgeber eingeführt, um die Vergleichsbereitschaft der Anwälte zu fördern und dadurch die Gerichte zu entlasten.
  4. In der Berufungs- und Revisionsinstanz erhöhen sich die vorstehend genannten Gebühren (in der Berufungsinstanz um ca. 3/10 der Gesamtkosten)
  5. Beachten Sie, dass es immer Besonderheiten und Ausnahmen gibt. Daher sollten Sie sich immer vor Prozessbeginn die voraussichtlichen Prozesskosten schriftlich mitteilen lassen.