Führerscheinentzug

Stichworte: Strafsache, Führerschein

In den letzten 30 Jahren ist eine ständig verstärkte Tendenz der Gerichte sowie der Staatsanwaltschaft zu beobachten, in Straßenverkehrsangelegenheiten die Fahrerlaubnis zu entziehen und den Führerschein einzuziehen. Nach den §§ 69 ff. Strafgesetzbuch (StGB) werden die Gerichte geradezu verpflichtet, bei bestimmten Delikten die Fahrerlaubnis zu entziehen und eine Sperrfrist für die Wiedererteilung der Fahrerlaubnis auszusprechen. Diese Tendenz wird sich in Zukunft nicht nur durch die Gerichte, sondern auch durch den Gesetzgeber noch verstärken.

Der Entzug der Fahrerlaubnis und die Einziehung des Führerscheins bedeuten in den meisten Fällen einen gravierenden Eingriff in die Lebensumstände des Betroffenen. Soweit daher der Tatbestand vorliegt, wonach die Fahrerlaubnis entzogen und der Führerschein eingezogen werden kann, ist es Aufgabe des Strafverteidigers, die Momente herauszuarbeiten, welche dann bei Gericht dazu führen, dass die Sperrfrist möglichst am unteren Rand angesetzt wird. Zu beachten hierbei ist nämlich, dass ab einer Blutalkoholkonzentration von 1,6 Promille BAK zwischenzeitlich automatisch ein sog. TÜV-Gutachten (MPU), im Volksmund Idiotentest genannt, seitens der Verwaltungsbehörde angeordnet wird. Wenn dieses Gutachten negativ ausfällt, kann die Untersuchung in der Regel erst nach einem Jahr wiederholt werden. Sollte dann die vorherige vom Strafgericht ausgesprochene Sperrfrist über 1 Jahr gelegen haben, befindet man sich gleich in einem Bereich über 2 Jahren, nachdem dann eine neue Ausbildung bei einer Fahrschule mit Prüfung erforderlich wird.

Anwalt Jusek in München mit dem Tätigkeitsschwerpunkt Strafrecht/Führerschein übernimmt für Sie bundesweit die Verteidigung in Strafsachen und Ordnungswidrigkeitssachen (Bußgeldsache).

Veröffentlicht am: 28.11.2007 | Kategorie: Archiv Strafrecht

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